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Irgendwie fehlt’s mal wieder an der Zeit, deshalb vorerst mal nur einen

Quickstart!

“Wir drehen einen Stop-Motion Film”

 

 

 

Was brauchen wir?

 

  • Hardware
    • Einen PC (okay, meinetwegen auch einen MAC oder so, doch mit denen kenn’ ich mich noch weniger aus;-)
    • Etwas, um Bilder aufzunehmen: Beispielsweise eine WebCam, oder - falls man sowieso eine Videokamera zu Hause hat - eine Video-Capture Karte. Auch immer beliebter: Digital-Kameras oder gar Digital-Video. Hier ist allerdings darauf zu achten, daß viele Modelle keinen zum alten Video for Windows kompatiblen Treiber mitbringen und somit für viele Capture Programme (wie leider auch mein Stop’nGo) nicht ansprechbar sind.
  • Software
    • Software zur bequemen Einzelbild-Aufnahme. Die den WebCams und Video-Capture Karten beigelegte Software ist meist nur geeignet, ganze Film-Sequenzen aufzuzeichnen. Bei Einzelbildaufnahmen muß meist jedem Bild ein Name gegeben werden, was bei einigen hundert Bildern schnell lästig werden kann.
      Hier hilft u.U. der
      Stop Motion Animator, oder - falls alle Stricke reißen - mein rudimentäres Stop’nGo.
    • Software, die aus Einzelbildern eine Videosequenz berechnet. Auch hier hilft die der Video-Hardware beigelegte Schnittsoftware oft wenig. Diese kann man zwar verwenden, das fertige Filmchen umzuschneiden oder mit Ton zu unterlegen, aber eine Folge von Einzelbildern in Filme umzuwandeln ist hier selten vorgesehen. Man muß also auf Programme wie FMP144, VideoMach oder Axogon Composer zurückgreifen.
  • Spielzeug. Mit Lego läßt sich hier ganz gut und zügig arbeiten. Also rauf in den Speicher und in den alten Kisten gewühlt, Kinderzimmer geplündert...
     

Wie drehen wir?

  • Erst mal brauchen wir...eine Idee. Das ist meist das Schwierigste. Und wenn man das Ganze zu ernst nimmt, kommt man aus dem Grübeln über das “Was” gar nicht mehr zum Filmen. Gerade wenn man zusammen mit Kindern solch ein Filmchen produzieren will sollte man zügig zur Sache kommen. Wenn uns nichts einfällt, stellen wir mit unseren Spielzeug-Protagonisten ganz einfach den Alltag nach: Papi beim Fernsehgucken, Kinder beim Spielen...
  • Nun gilt es das Set für die erste Szene aufzubauen. Mit einer gut sortierten LEGO-Kiste ist dies beispielsweise flott geschehen.
  • Damit später im Film nicht die Wände wackeln, sich Möbelstücke, Bäume etc. nicht von Geisterhand bewegen, sollte man zusehen, daß alle nicht beweglichen Teile im Set fest an ihrem Platz stehen. Arbeitet man beispielsweise mit LEGO, sollte man auch die verwendeten Grundplatten mit Klebeband am Tisch fixieren.
  • Weil es ja flott gehen soll wird man oft mit Tageslicht arbeiten. Vorsicht: Das kann zu unerwarteten Ergebnissen führen! Schleichende Helligkeitsveränderungen wegen Wölkchen am Himmel fallen zwar beim Drehen kaum auf, im fertigen Film aber ist alles in unruhig flackerndes Licht getaucht.
  • Nun noch die Kamera positionieren. Kamerafahrten sind zwar schick, man sollte sie aber spärlich einsetzen. Und da beim Stop-Motion Filmen eine Kamerafahrt durch eine Vielzahl neuer Kamerapositionierungen erfolgt und somit noch schwerer zu handhaben ist als sonst, kann man sich das für den Anfang verkneifen und die Kamera ebenso fixieren wie die anderen unbeweglichen Teile der Szene. Aber darauf achten, daß das geplante Geschehen auch in das Blickfeld der Kamera paßt. Dies wird natürlich in der bereits gestarteten Software für die einzelbildaufnahme kontrolliert.
  • Nun die Schauspieler an’s Set. Alle Akteure in Position.
  • Der mühsame Teil beginnt: Figuren plazieren, Gestik anpassen, Bild aufnehmen. Figuren erneut plazieren usw...
    Bei den Aufnahme ist natürlich darauf zu achten, daß ein vernünftiges Tempo eingehalten wird. Große Filmproduktionen verwenden 24 Bilder/sec, sparsamere Trickanimation 12Bilder/sec. Wenn wir aber ein Maximum von 6 bis 8 Bildern pro Sekunde anvisieren erhalten wir auch schon ganz brauchbare Ergebnisse und sparen uns eine Menge Arbeit.
    Filmen mit LEGO hilft beispielsweise Geschwindigkeiten einzuhalten. Eine gehende LEGO Figur wird beispielsweise pro Bild um eine Noppe (oder wie man diese kleinen Zapfen nennt) für eine gleichmäßige Bewegung versetzt.
    Nicht zu unterschätzen ist der Verwaltungsaufwand bei Massenszenen (“Hab ich diese Figur nun schon verschoben oder nicht?”). Hier gilt es sich ein Schema zu überlegen, welches hilft den Überblick zu bewahren. Beispielsweise Figuren in der Szenerie von hinten nach vorn abarbeiten, oder, wenn mehrere Leute mitmachen, bestimmte Figuren bestimmten Mitarbeitern zuweisen.
  • Die letzten drei Punkte gilt es für jede Szene zu wiederholen. Damit wir nicht in einem Bildersalat ersticken, sollte man sich eine strikte Einteilung der Bilder auf der Festplatte überlegen. Warum nicht alle Einzelbilder einer Szene in ein eigenes Verzeichnis (beispielsweise \SZENE01)?
     

Aus Bildern zu Film

  • Jetzt kommt schon die Software zum Einsatz, die aus den Einzelbildern eine Animation berechnet. Im Allgemeinen läuft dies immer auf dasselbe hinaus:
    • Man wählt die Bilder aus, die zum Film gehören - natürlich in der richtigen Reihenfolge. Einige Programme erlauben, daß die Bilder in unterschiedlichen Verzeichnissen ruhen, andere erwarten eine Bildfolge in einem Verzeichnis (Wenn ich mich nicht irre, war das beispielsweise in QuickTime 3 der Fall, aber wer weiß, was die aktuelle Version hier macht?). So gut wie immer erwartet das Programm aber eine Nummerierung in den Bildnamen. Beispielsweise BILD0001.JPG, BILD0002.JPG,...
      Falls man die Bilder in ein Verzeichnis zusammenkopieren muß ist es natürlich ärgerlich, wenn man für unterschiedliche Szenen Bilder mit gleichlautenden Namen hat!. Weise, wer schon gleich bei der Namensvergabe darauf geachtet hat. Sonst bleibt nur noch das Umbenennen, auf Windows basierten Systemen am bequemsten unter DOS.
      (Beispiel: In den Verzeicnissen SZENE01 und SZENE02 ruhen die Dateien mit den gleichlautenden Namen BILD0001.JPG, BILD0002.JPG.... Dann kann man beispielsweise unter DOS mit rename BILD????.JPG BIL1????.JPG im ersten Verzeichnis und rename BILD????.JPG BIL2????.JPG im zweiten Verzeichnis eine saubere Nummerierung für das Zusammenwerfen der Dateien in ein neues Verzeichnis erzielen. Okay, okay, unter Windows ME und 2000 wird’s mit der DOS Box langsam eng...)
    • Man wählt einen geeigneten Kompressor. (Dies ist die Art der Komprimierung für die Videodatei). Für AVI Dateien empfielt sich hier beispielsweise Indeo 5 oder Microsoft MPEG-4, unter Quicktime der Sorenson Codec.
    • Jetzt noch einen Dateinamen, und das “rendern” der Videodatei kann beginnen.
    • Fertig (vorerst).

 

 

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